comune ragusa comune ragusa
tedesco




Reisepläne für Touristen

Die Rundfahrt kann von der via Roma (= Romstraße) aus beginnen, was dem Handelsszentrum der Stadt entspricht, im Eingang zum Mediterraneo - Hotel, der sich jedoch in der Natalellistraße befindet.
Man kann dort das Archäologische Museum vorfinden, das 1960 gegründet wurde. Es ist in fünf Abschnitte unterteilt.
Im ersten Abschnitt sind die Funde aus der Vorgeschichte aufgeführt, sowie diejenigen aus der Bronzezeit (1800 - 1400 v. Chr.), die sehr zahlreich sind und die das Vorhandensein sikulischer Dörfer in der Gegend bezeugen.

Der zweite Abschnitt ist der Größte und ist den Funden der Nekropolen von "Passo Marinaro", von "Refriscolano" und der Salmen der griechischen Stadt "Camarina" gewidmet, (etwa VIII. - III. Jahrhundert v. Chr.).

Der dritte Abschnitt ist den einheimischen Zentren "Monte Cassio", "Licodia Eubea" und "Castiglione" gewidmet.
Der vierte Abschnitt ist der, der hellenistischen Zentren, mit den interessanten Funden des anonymen Dorfes in der Scornovacchegegend, bei Chiaramonte Gulfi, wo viele Brennöfen entdeckt worden sind, die die Tätigkeiten geschickter Keramiker dieser Gegend bezeugen. Einer dieser Öfen ist im Museum nachgebaut worden.

Der fünfte Abschnitt ist über die Funde romanischer und spätromanischenr Siedlungen, aus Caucana, in der Nähe von Santa Croce Camerina, von denen wir über Nachmahmungen von Fußbödenmosaiken mit Tierfiguren verfügen.
Gegenüber des Ausgangs des Museums, sieht man die Vallata San Domenico, über der sich drei Brücken befinden, die das Ragusa des 17. mit dem des 19. Jahrhunderts verbinden.
Die mittlere Brücke, namens ponte vecchio, wird als Fußgängerzone benutzt, die von Padre Cappuccino, 1835 gegründet wurde.
Wenn man in der via Roma Richtung Norden geht, kommt man zum Corso Italia, der Ragusa von Ost nach West überquert. Dort in der Nähe, (Corso Italia 109), kann man den erst kürzlich restaurierten Bischofssitz bewundern, den Palazzo Schininà.
Wenn man die Via Roma geradeaus läuft, in nördlicher Richtung, kommt man auf einen runden Platz, von wo aus man das canyonähnliche San Leonardotal erblicken kann, dessen Aussehen typisch für die Ibleigebirge ist. Wenn man aber zurückkehrt und den Corso Italia hinuntergeht, ist man auf dem San Giovanniplatz.

Die San Giovanni Battistakirche, dessen Errichtung im Jahre 1706 begann, und bis 1778 andauerte, war das Werk zweier Baumeister, namens Mario Spata und Rosario Boscarino. San Giovanni Battistakirche
Die große Vorderseite, im Barockstil, hat drei Tore. Das mittlere davon, ist mit drei Statuen verziert, die die Immacolata, den Battista un den San Giovanni Battista darstellen. Die Sonnenuhr, die zu besichtigen ist, und die erst kürzlich restauriert worden ist, ist sehr eindrucksvoll.
Das Innere, das mit prunkvollem Stuck ausgestattet ist, ist durch die orthogonale Form und das Vorhandensein dreier Kirchenschiffe gekennzeichnet. Die Heiligenstatue aus Pechstein, die darin vorzufinden ist, ist von Angelo Rocchetti. Die Holzsstaue (1858), stattdessen, die während des Festes des Schutzpatrons von Ragusa, am 29. August, umhergetragen wird, mit der großen Mitwirkung der Bevölkerung, ist das Werk von Carmelo Licitra, Giuppinu genannt.
Außerdem sind im Inneren der Kirche noch verschiedene Gemälde vorzufinden, wie (Cristo del Manno, San Filippo Neri del Conca, San Gregorio Magno von Paolo Vetri). Seitlich, im Corso Italia, ist die Kathedrale, aus Sicherheitsgründen, von einem Gerüst bedeckt, da die Fassade etwas brüchig geworden ist. Dort befindet sich das Collegio di Maria, das 1796 von Felicia Schininà erbaut wurde. Das symmetrische Innere beinhaltet Gemälde von Tommaso Pollaci.

Wenn man den Corso Italia hinunterläuft, trifft man auf schöne Gebäude aus dem 17. Jashrhundert, wie z. B. den Palazzo Lupis, der wegen den Konsolenstipendien sehr bedeutend ist.
Wenn man auf dem Matteottiplatz ankommt, ist auf der linken Seite die Post, und rechts befindet sich das Rathaus, von 1880. Im Jahre 1929 wurde es vergrößert, um dort die Präfektur unterbringen zu können. Im Innern des Salons findet man einige Fresken von Zaccopalast Duilio Cambelotti vor (1933).
Wenn man noch weiter abwärts geht, kommt man auf die San Vitostraße, die zur Nuovissimobrücke führt (1964).
In etwa 100 m Entfernung, wo es zum Corso Vittorio Veneto geht, ist der "Palazzo Zacco", (Barockstil). Sein Hauptmerkmal sind die ausgetüftelten Konsolen seines Balkons. Weiter unten (Hausnummer 35), befindet sich der "Palazzo Bertini" mit seinen berühmten Maskaronen, die ständig fotografiert werden, und die als Schlußsteine auf den drei Fenstern angeordnet sind.
Noch weiter unten ist die Scuolestraße, die zur Carminekirche führt, die 1560 erbaut, und im 17. Jahrhundert wiedererbaut, und in den 50er Jahren demoliert wurde. An ihrer Stelle befindet sich heute ein modernes Heiligtum. Der Corso Italia mündet hier in die XXIV Maggiostraße, wo man auf der linken Seite schnell eine Kappelle erblickt, die 1838 erbaut wurde und die gerade hinter dem Haus des "Dr. Carbonaro" liegt, der sich mutig dafür aufopferte die Seuche auszurotten. Die Kappelle soll der Madonna den Dank für die geglückte Bekämpfung der Choleraepidemie ausdrücken.

Dann gelangt man in den Corso Mazzini, Santa Maria delle Scalekircheeine gewundene Straße, die nach Ibla führt. Auf der rechten Seite steht die Santa Maria delle Scalekirche, die 1693, nach dem schweren Erdbeben wiederaufgebaut wurde.
Sie enthält noch eine gotische Kanzel auf der Außenseite, aus der primitiven Kirche des 14. Jahrhunderts stammend. Innen sind noch einige gotische oder katalanische Kappellen; ein paar stammen aus der Zeit der Renaissance. Auch das polychrome (= vielfarbige) Hochrelief aus Terrakotta, das vor kurzem restauriert wurde, ist sehr sehenswert (1538). Vom Kirchplatz aus kann man sich des schönsten Panoramas über Ibla erfreuen.

Setzt man den Abstieg, in Richtung Ibla, fort, kommt man auf einen kleinen Platz, auf dessen linker Seite man ein wunderbares, im Barockstil erbautes Gebäude, mit vielen Verzierungen bewundern kann, die  Madonna dell'Idriakirche Cancelleria. Wenn man dort entlag geht, steht man vor der Madonna dell'Idriakirche, die nach dem Erdbeben von 1693 wieder neu aufgebaut wurde. Sie steht auf dem Fundament einer vorhergehenden Kirche, von 1629, die den Rittern von Malta gehört hatte. Der Turm ist mit bunter Keramik aus Caltagirone verziert. Daneben steht der Palazzo Cosentini, der phantasievolle Konsolen aufweist, mit grottesken Figuren und Maskaronen, die zu den schönsten von Ragusa gehören.
Danach kommt man auf den Piazza di Repubblica, der auch Piazza degli Cosentinipalast Archi genannt wird, weil er früher von den Brückenbogen eines Kanals durchquert wurde. Dort fällt einem sofort eine Kirche ins Auge, namens Anime sante del Purgatorio, die sich hoch oben, über einer steilen Treppe befindet. Der Turm, der als Fundament die antiken byzantinischen Mauern besitzt, steht in unmittelbarer Nähe der Kirche. Der Turm weist in seinem Inneren einige sehr interessante Gemälde auf: Auf dem Hauptaltar die Anime Purganti von "Francesco Manno", und auf den seitlichen Altaren die Madonna del Rosario von "Antonino Manno" und die Sacra Famiglia von "Tommaso Pollaci".
Rechts, direkt neben der Purgatoriokirche, befindet sich das Sortino Tronogebäude, aus dem 17. Jahrhundert, das reich an Skulpturen und Konsolenmassiven ist, die die vier Balkone stützen.
Wenn man die Mercatostraße dann ganz durchquert hat, von wo aus man auf das Leonardotal blicken kann, erreicht man die Chiaramontestraße, wo man zum Nebeneingang des etwas schlichten Battagliagebäudes kommt. Der Haupteingang liegt in der Orfanatrofiostraße. Noch weiter unten befindet sich die Immacolatakirche. Es steht an der Stelle eines ehemaligen Klosters der "Minori Conventualibrüder". Von diesem antiken Kloster ist nur noch ein gotisches Tor und der Turm übriggeblieben.

Geht man in Richtung Ten. La Roccastraße und biegt dann rechts ab, in die Giardinistraße, stößt man auf den "ibläischen Garten", in dem sich drei Kirchen befinden: Die San Domenicokirche, die 1569 errichtet und nach dem Erdbeben von 1693 wiederaufgebaut wurde, hätte eine Restaurierung bitter nötig. Die San Giacomokirche, (XIV. Jahrhundert), die einst aus drei Kirchenschiffen bestand, wurde auf dem, nach dem Erdbeben, übriggebliebenen Kirchenschiff wiedererbaut. Auf ihrem Turm befinden sich drei Skulpturen: Rechts San Giovanni Evangelista, in der Mitte San Giacomo, der der spanischen Tradition gemäß auf einem Pferd dargestellt ist und die Musulmanen bekämpft.
Im Innern findet man eine erstaunliche Holzdecke vor, die von Mario Battaglia, aus Ragusa, bemalt worden ist. Im linken Chorraum kann man ein Kreuz, aus dem 16. Jahrhundert bewundern, das aus Spanien stammt.
Außerdem befindet sich in dem Garten die Cappuccinikirche, die nach dem Erdbeben von 1693, wiederaufgebaut wurde. Sie enthält das wohl berühmteste Kunstwerk des Landkreises: Das Triptykon von Pietro Novelli, mit der Jungfrau Maria, S. Agata und S. Agnese.

Kommt man aus dem Garten heraus, findet man links das San Giorgiotor vor, gotisch-katalanischen Stils, aus dem 14. Jahrhundert stammend.
Es ist das einzige Tor, das nach dem Erdbeben von der ehemaligen San Giorgiokirche übrig blieb. Auf dem Bogenfeld kann man gerade noch Sankt Georg erkennen, der einen Drachen tötet.
Geht man in Richtung 25 Aprilestraße, kommt man zur San Tommasokirche, die nach dem Erdbeben auf den Resten einer vorherigen normannischen Kirche, die der S. Maria di Valverde gewidmet ist, wiedererbaut wurde. Sie weist in ihrem Inneren ein Taufbecken aus Pechstein vor, das aus dem 15. Jahrhundert stammt, sowie ein sehr interessantes Gemälde hinter dem Hauptaltar.

Läuft man die San Giorgiokirche25 Aprilestraße ganz hoch, erreicht man den Polaplatz, wo sich die San Giuseppekirche befindet. Die Vorderseite ist architektonisch gesehen, der San Giorgiokirche sehr ähnlich. Sie ist sicher von "Gagliardi". In ihrem ovalförmigen Inneren sind Gemälde von Matteo Battaglia zu besichtigen.

Geht man auf der 25 Aprilestraße weiter zum Duomoplatz, erblickt man zwischen den Gebäuden im Barockstil, den San Giorgiodom, der das Werk von Rosario Gagliardi, aus Syrakus ist. Er hat in dieser Gegend (Val di Noto), sehr viel Bedeutendes zustande gebracht. Die Bauarbeiten des Domes begannen 1738, an der Stelle, wo vorher die San Nicolokirche stand, die bei dem schrecklichen Erdbeben, im Jahre 1693, zerstört worden war. Erst 1775 war die Arbeit beendet. Gagliardi stützte sich auf die ursprüngliche Theorie der "Turm-Fassade", die bei vielen anderen Projekten auch benutzt worden war. Er verwirklichte somit, eine Kirche, die durch eine ziemlich schmale Form gekennzeichnet ist. Sie zählt wahrscheinlich zu den schönsten des sizilianischen Barockstils.
Die Kuppel, die 43m hoch ist, wurde 1820 von Carmelo Cultrari vollendet.
Die Treppe ist von einem Gitter aus Schmiedeeisen von Angelo Paradiso (1880) umgeben. Das Innere ist orthogonalförmig, und die bemalten Glasfenster von Amalia Panicati, aus dem Jahre 1926, stellen das Martyrium des Heiligen dar. Ferner kann man ein wertvolles Hochrelief am Haupteingang bewundern. Die Gemälde heißen: Immacolata, Gloria di San Nicola Angelo, Custode di Vito d'Anna, San Gaudenzia di Antonio Manno.


Marina di Ragusa

"Marina di Ragusa" liegt am Meer, einige Kilometer südlich von Ragusa, einst "Mazzarelli", benannt, was aus dem Arabischen stammt marina di ragusaund soviel wie "kleiner Vorort" bedeutet. Es ist ein Fischerdorf gewesen, das immer zum Verladen der Waren, die auf dem Festland erzeugt wurden, gedient hat, wie z. B. Johannesbrot, Getreide oder verschiedene Käsesorten (= caciocavallo). Es gab dort stets einen Sichtungsturm, der zur Verteidigung der Piratenangriffe des XIV. Jahrhunderts diente.
Der wahre Aufschwung, jedoch, beginnt für Mazzarelli um 1870, als in Ragusa die ersten Asphaltminen gegründet wurden, die nach der Förderung ans Meer transportiert, und von dort aus exportiert wurden, um die Straßen von Städten, wie Paris, Berlin, London, Amsterdam, Buenos Aires oder Peking zu teeren.
Diese Expansion setzt sich dann in den 60er Jahren fort, als Marina di Ragusa ein beliebtes Sommeraufenthaltsort wird. Schöne, breite Strände mit "goldenem" Sand sind dort anzutreffen. Ferner hat man viele Möglichkeiten sich dort zu vergnügen oder sich zu erholen . Heute stellt Marina di Ragusa ein wichtiger Bezugspunkt dar, für all diejenigen, die ihre Ferien am Meer verbringen möchten.


Das Schloß Donnafugata

Nur wenige Kilometer von Ragusa entfernt, auf der Landstraße, die von "Castiglione" nach "Camarina" führt, in der "Cinque Zucchi" - Gegend, in mitten von Johannesbrotbäumen, Bauernhöfen und kleinen Häuschen aus dem 18. Jahrhundert, liegt das Schloß von Donnafugata. Die Bezeichnung des Schloßes hat mit der wörtlichen Bedeutung "geraubte Frau", nichts zu tun. Sie ist vermutlich arabischen Ursprungs: ayn as jafat, bedeutet "Gesundheitsquelle". Es ist in der Tat, eine Quelle in der Nähe des Bahnhofs vorhanden.

Das Schloß, was eigentlich nichts Anderes als eine große Villa darstellt, dessen heutige Form es dem Baron Corrado Arezzo de Spucches, verdankt. Er hat das Schloß auch auf beträchtliche Weise vergrößert. Es ist 2 500 qm groß und in 22 Zimmer aufgeteilt. Die Hauptfassade ist mit einer schönen Loggia, gotisch - venezianischen Stils verziert. Acht Spitzbogenbalkone führen auf die große Terrasse, unter der Loggia. Die anderen Fassaden sind durch prächtige spitzbogige Fenster verschönert. Was die bedeutensten Räume anbelangt, wäre ein mit Wappen versehener Salon erwähnenswert, in dem die Wände mit Wappen der wichtigsten sizilianischen Familien verziert sind, sowie der Spiegelsalon, mit sehr schönen Vorhängen und Querbehängen, die sich mit Spiegeln abwechseln, mit denen die Wände versehen sind. Der Billiardsaal ist auch sehr erstaunlich, genauso wie die Gemäldegalerie, das Gästezimmer, das Musikzimmer, die Wohnung des Bischofs, das Raucherzimmer oder die Bibliothek.

Man kann genau bemerken, das die Böden der Zimmer, aus dem von der Gegend stammenden Pechstein gebaut wurden. Das Schloß ist von einem acht Hektar großen Park umgeben, den der Baron, der ein Experte der Botanik war, mit den von ihm persönlich auserwählten Pflanzen ausstatten ließ. Im Park sind verschiedene Bauten anzutreffen, die dazu dienten, seinen Gästen den best möglichen Aufenthalt zu erlauben, wie z. B. das "coffee house", den kleinen Tempel, ein Labyrinth, eine künstliche Höhle, das eine karstische Atmosphäre hervorruft, sowie einige Becken und vielverstreute Vasen aus Caltagirone.

Valid HTML 4.01! Valid CSS! Level A conformance icon, W3C-WAI Web Content Accessibility Guidelines 1.0